Der SterNhimmel
im April 2025

Der Fixsternhimmel
Bild vergrößernSeit dem 30.03.2025 gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MESZ.
Es ist so weit: Die Wintersternbilder verabschieden sich nun endgültig vom Himmel. Während Orion gerade im Westen untergeht, Sirius bereits von der Himmelsbühne abgetreten ist und tief im Südwesten bzw. Westen und Nordwesten nur noch Prokyon im Kleinen Hund, die Zwillinge und die Kapella im Fuhrmann an vergangene Wintertage erinnern, hält der Frühling am Firmament Einzug.
So steht der Große Wagen nun hoch über unseren Köpfen, fast im Zenit. Von ihm aus lässt sich das Leitsternbild des Frühlings – der Löwe – mit seinem Hauptstern Regulus leicht finden, indem man jeweils zwei Kastensterne miteinander verbindet und diese Strecken vom Nordstern weg verlängert. Dann schneiden sie sich etwa im Sternbild Löwe, der gerade durch den Meridian wandert. Im Südosten ist das Sternbild Jungfrau mit Hauptstern Spica zu finden; südwestlich von ihr stößt man auf das markante Sternentrapez des Raben.
Zurück beim Großen Wagen führt der verlängerte Bogenschwung der Deichsel zum orangen leuchtenden Arktur, Hauptstern des Rinderhirten. Regulus, Spica und Arktur bilden das sogenannte Frühlingsdreieck: Ein Asterismus, der den Helligkeitsschwerpunkt des abendlichen Frühlingshimmels andeutet.
Tief im Nordosten ist die Wega in der Leier in den horizontnahen Dunstschichten zu entdecken. Verbindet man sie mit Arktur, so kreuzt die Verbindungslinie die Sternbilder Herkules und Nördliche Krone.

Der Planetenlauf
Bild vergrößernSeit dem 30.03.2025 gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MESZ.
Nach seiner unteren Konjunktion mit der Sonne im letzten Drittel des Vormonats wird Merkur am 6. stationär und läuft anschließend wieder rechtläufig über den Himmel. Obwohl er am 21. seine größte westliche Elongation von der Sonne erreicht und der Winkelabstand von der Sonne dann mit 27°23‘ fast maximal ist, kann der flinke Planet in unseren Breiten nicht am Morgenhimmel gesehen werden; in südlicheren Gefilden (südlich von 35° n. Br.) könnte man hingegen Glück haben.
Nach ihrer Doppelrolle als Abend- und Morgenstern glänzt die Venus nun als Morgenstern. Am 10. wird sie stationär und wandert im Anschluss wieder rechtläufig durch die Fische. Während sie zum Monatsbeginn noch um 5:50 Uhr aufgeht, steigt sie am 15. gegen 5:08 Uhr und am 30. bereits um 4:35 Uhr über den Horizont.
Mars, aktuell rechtläufig in den Zwillingen und ab dem 13. im Krebs, hat seine Glanzzeit hinter sich und beginnt, sich allmählich vom Morgenhimmel zurückzuziehen. So geht der rote Planet am 1. um 4:38 Uhr unter, am 15. um 3:55 Uhr und am 30. bereits um 3:12 Uhr.
Mit seinem unübersehbaren Glanz beherrscht Gasriese Jupiter nach wie vor das nächtliche Firmament. Dennoch verkürzt sich seine Sichtbarkeitsdauer deutlich und seine Untergänge verfrühen sich von 1:43 Uhr am 1. auf 0:57 Uhr am 15. und 0:12 Uhr zum Monatsletzten.
Saturn, aktuell rechtläufig im Wassermann und ab dem 19. in den Fischen, hat seine Konjunktion mit der Sonne gerade hinter sich, sodass es sich noch nicht lohnt, nach dem Ringplaneten Ausschau zu halten – er ist mit bloßem Auge unbeobachtbar. Lediglich zum Ende des Monats hin könnte man ihn mit geeigneter Optik erhaschen: Dann geht er um 4:51 Uhr auf und zeigt sich scheinbar ringlos in der Morgendämmerung.
Uranus eilt rechtläufig im Stier seiner Konjunktion mit der Sonne entgegen und verabschiedet sich vom Abendhimmel. Er geht am 1. um 23:47 Uhr unter, am 15. um 22:56 Uhr und am 30. bereits um 22:02 Uhr.
Nach seiner Konjunktion mit der Sonne Mitte des Vormonats bleibt Neptun in den Fischen unbeobachtbar.